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Arrivederci, Passau


09.09.2014
108 Gäste aus Scurcola Marsicana


108 Gäste aus Scurcola Marsicana haben ihren Passau-Aufenthalt beendet – Partnerverein aus Hals startet 2016 zum Gegenbesuch

Mit einem rauschenden Fest haben sich die Mitglieder der Partnervereine aus Hals und Scurcola Marsicana (Abruzzen) am Mittwochabend im Gasthaus „Bayerischer Löwe“   gebührend voneinander verabschiedet. Nach einem sechstägigen Aufenthalt traten die 108 Gäste gestern um 5 Uhr früh mit zwei Bussen wieder die 1200 Kilometer lange Rückreise nach Italien an.

Wir fühlen uns hier wie zu Hause

Der Aufenthalt war ganz nach dem Geschmack der Italiener: „Wir fühlen uns hier immer wie zu Hause“, lobte Giuseppe Piacente, Präsident der „Associazione Culturale Italo Tedesca di Scurcola Marsicana“, die Gastfreundschaft der Passauer. Er dankte den Verantwortlichen vor Ort für die Organisation, allen voran Edi Remenih, dem Präsidenten des  Freundschaftsvereins Scurcola Marsicana– Passau Hals“. Für musikalische Unterhaltung sorgten die Halser Musikanten sowie der tanzende Chor aus Scurcola Marsicana. Sie hielten den Saal kräftig bei Laune.
Edi Remenih war Dolmetscher und Moderator des Abends, den die Hacklberger Brauerei zusammen mit der Innstadt-Bierspezialitäten GmbH spendierte.

Die Freundschaft zwischen den Bürgern von Hals und Scurcola Marsicana besteht seit 1987, alle zwei bis drei Jahre trifft man sich abwechselnd in den Abruzzen oder in Niederbayern. Der Besuch der Italiener war dieses Mal überschattet vom Tod des bayerischen Vereinsgründers Fritz Gerstl. Eine Delegation nahm an der Beerdigung des SPD-Politikers teil, am Mittwochnachmittag versammelten sich alle italienischen Gäste an Gerstls Grab.
Mit einem „Fritz, ruhe in Frieden!“, erinnerte auch Friedhelm Feldmeier (Vertriebs- und Marketingleiter Innstadt-Bierspezialitäten) am Mittwochabend an den Verstorbenen. Der ganze Saal stieß Gerstl zu Ehren an.

Beim vorangegangen Bieranstich ließen die Italiener ihren Schreinermeister Antonio Paoluci ran, der nach diversen Schlägen schließlich auch zum Erfolg kam. Dem Gerstensaft hatten die Italiener zuvor schon große Aufmerksamkeit geschenkt. Nach dem Besuch der Hacklberger Brauerei deckten sie sich in einem nahe gelegenen Getränkemarkt großzügig mit diversen Spezialitäten aus Passau ein.

Während ihres Aufenthalts absolvierten Gäste und Gastgeber ein straffes Programm in Stadt und Landkreis. Es gab einen großen Empfang im Rathaus, ein Sommerfest mit 500 Gästen im Landwirtschaftlichen Bezirksverein, Ausflüge zum „Haus am Strom“, nach Bad Füssing oder Aigen am Inn. In Passau wurden das ZF-Werk II in Patriching und die Universität besucht. Dort fand auch einer von zahlreichen Vorträgen zu EU-relevanten Themen statt. Dr. Christina Schenz referierte zum Thema Inklusion, danach folgte eine  angeregte Diskussion.

Die Partnerschaft zwischen Hals und Scurcola Marsicana wird von der EU mit Geldern aus dem Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ gefördert. Auch bei diesem Treffen zeigten die Vereine, dass ihre Freundschaft nicht nur auf Papier besteht, sondern gefüllt
ist mit Leben und einer Herzlichkeit, die ihresgleichen sucht. Es ist ein Paradebeispiel an Völkerverständigung. Das soll auch weiterhin so bleiben, wie beide Seiten beim Abschiedsfest bekräftigten. Wie stellvertretender Vereinsvorsitzender Franz Pfaffinger mitteilte, planen die Halser ihren Gegenbesuch in den Abruzzen im Jahr 2016.

Text: Elke Zanner PNP
Fotos: Eckelt


Das Projekt wird gefördert durch die Europäische Union aus dem Programm Europa für Bürgerinnen und Bürger.
Das Projekt wird gefördert durch die Europäische Union aus dem Programm Europa für Bürgerinnen und Bürger.


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